Wir haben unser
umfangreiches Methanol-Kraftstoff-Sortiment um drei neue Sorten erweitert.
Die drei Sorten, TechPower, ProPower und BigBang
unterscheiden sich durch den unterschiedlichen prozentualen Anteil an
Schmierstoffen. Allen drei gemeinsam ist die völlig neuartige Additiv-Kombination
SICAL.
SICAL
steht für Synergetic-Ignition-Combustion And
Lubrication.
Wofür
SICAL?
Bei
einem Kraftstoff für 2- und 4-Taktmotoren auf Methanolbasis, kommt
es grob gesagt auf drei Punkte an:
- das Kraftstoffgemisch
muss im richtigen Moment zünden
- das Kraftstoffgemisch
muss möglichst vollständig und in einem ausreichend kurzen
Moment verbrennen
- Verschleiss sowie
Korrosion durch den Kraftstoff oder die Verbrennungsrückstände
muss vermieden werden
Da
die üblichen Komponenten eines Methanolkraftstoffes wie Methanol,
Nitromethan und Öl dieses nicht optimal bewirken können, werden
den neuen Simprop-Power-Kraftstoffen sogenannte Additive zugemischt. Dies
sind chemisch und physikalisch aktive Substanzen, die auf verschiedene
Arten wirken und die oben genannten drei unterschiedlichen Aufgaben übernehmen.
Im richtigen
Moment zünden
Was
bedeutet "im richtigen Moment zünden" und warum ist das
so wichtig?
Der
richtige Zündzeitpunkt wird in Winkelgraden angegeben, gemessen vom
Durchlaufen des oberen Totpunktes des Kolbenweges. Schwankt der Zündzeitpunkt,
so kommt es zu Frühzündungen, zu Spätzündungen oder
das Gemisch zündet überhaupt nicht. Daraus resultiert ein unruhiger
Lauf, die Drehzahl schwankt stark, es kann zu einer übermäßigen
Erwärmung kommen und die Leistungsabgabe des Motors ist nicht optimal.
Dieses kann bis zum Motorstillstand führen.
Die Ignition-Additive
bewirken, dass das Kraftstoff-Luft-Gemisch zum richtigen Zeitpunkt zündet.
Um zu verstehen wie die Ignition-Additive von SICAL wirken, muss man zunächst
verstehen, wie ein mit Methanol betriebener Glühzündermotor
arbeitet. Beim
Glühzündermotor - für diese sind die hier besprochenen
Kraftstoffe vorgesehen - wird nicht, wie bei einem Benzinmotor der Zündzeitpunkt
von außen bestimmt - Stichworte Zündkerze, Zündverteiler
etc. - , sondern die Zündung resultiert vereinfacht gesprochen
aus dem Erreichen der Zündtemperatur des Kraftstoff-Luft-Gemisches
im Zylinder. Die Zündtemperatur des Kraftstoff-Luftgemisches hängt
nun aber wiederum u.a. von dem Verhältnis von Kraftstoff zu Luft
sowie von der Durchmischung ab. Da in einem Motor bzw. dem Vergaser die
Gemischbildung schwankt, zum Beispiel bedingt durch veränderte äußere
Bedingungen wie Temperatur und insbesondere veränderte Luftströmungen,
schwankt die Zündtemperatur und somit auch der Zeitpunkt der Zündung
im Verhältnis zur Position des Kolbens. Der
ideale Zustand ist aber - wie oben erläutert -, unabhängig von
der Zündtemperatur des Kraftstoff-Luft-Gemisches, die Zündung
immer bei einer bestimmten Position des Kolbens einzuleiten.
Hier setzen die so genannten katalytisch wirkenden Additive an. Sie verringern
die Zündtemperatur des Gemisches, so dass Spätzündungen
vermieden werden. Das führt aber auch dazu, dass die Wahrscheinlichkeit
von Frühzündungen zunimmt. Diese Frühzündungen sind
nichts besser als Spätzündungen und müssen ebenso vermieden
werden. Es kommt also darauf an, ein Gemisch von Additiven zu verwenden,
das einerseits die Zündtemperatur senkt, gleichzeitig aber Frühzündungen
vermeidet. Die Lösung ist ein Additive, das erst ab einer bestimmten
Temperatur katalytisch wirkt, das heißt, dass erst ab einer bestimmten
Temperatur die Zündung des Kraftstoff-Luft-Gemisches durch das Additive
eingeleitet und unterstützt wird.
Wenn ein Kraftstoff-Luft-Gemisch verdichtet wird, steigt pysikalisch bedingt
die Temperatur, und das im Verlauf immer gleich zur Position des Kolbens
im Zylinder. Dieser Temperaturanstieg, bedingt durch die immer gleiche
Kompression ist immer gleich und wiederholt sich bei jeder Motorumdrehung
aufs Neue. Ist die für das katalytische Additive richtige Temperatur
erreicht, wird die Zündung des Kraftstoff-Luft-Gemisches durch das
Additive sehr zuverlässig, immer bei einer sehr ähnlichen Kolbenstellung
ausgelöst, auch dann, wenn die Zündtemperatur des reinen Kraftstoff-Luft-Gemisches
noch nicht erreicht ist.
Sie merken, keine Zauberei oder schwarze Magie, keine Slogans oder viel
bunte Werbung, sondern Wissen über die Chemie und viel Erfahrung
ist gefragt und führt zum Erfolg.
Die
gleichmäßige, im richtigen Moment eingeleitete Zündung
ist besonders leicht im Leerlauf zu beobachten. Durch die SICAL
Additive sind die Drehzahlschwankungen auf bis zu 30U/min reduzierbar,
während zuvor Schwankungen um die 100U/min zu beobachten sind. Durch
die optimale Zündung kann zudem die Zylinderkopftemperatur um ca.
10°C gesenkt werden. Dies ist besonders wertvoll, wenn der Motor im
Modell durch Motorhaube etc. weitestgehend vom kühlenden Luftstrom
abgeschnitten ist.
Vollständig
und in einem ausreichend kurzen Moment verbrennen
Die
vollständige und gleichmäßige Verbrennung des Kraftstoff-Luft-Gemisches
ist der zweite wichtige Punkt und deshalb so wichtig, weil nur so eine
optimale Energieausbeute erreicht wird und außerdem die Verbrennungsrückstände
weniger korrosiv sind (siehe hierzu auch den Tipp unten).
Die vollständige
Verbrennung wird auch durch die oben schon erwähnten katalytisch
wirkenden Additive unterstützt. Zusätzlich werden andere Combustion-Additive
verwendet, die die Zündfreudigkeit des Kraftstoff-Luft-Gemisches
verbessern und die gleichmäßige Verbrennung stimulieren. Der
Effekt ist, dass auch dann, wenn die Gemischzusammensetzung nicht optimal
ist, diese Additive auf chemische Weise dem Gemisch zur Verbrennung verhelfen.
Dadurch wird es einfacher, die Gemischeinstellung am Vergaser so zu wählen,
dass der Motor läuft. Es gibt nicht nur eine Nadelposition die zum
Erfolg führt, sondern mehrere.
Im Weiteren
bewirken bestimmte Additive eine etwas schnellere Verbrennung mit einer
geringeren Wahrscheinlichkeit des Klopfens. Dies wird jeder Nutzer von
hoch mit Nitromethan angereicherten Kraftstoffmischungen zu schätzen
wissen.
Außerdem werden Additive zugesetzt, die den Motor im Inneren sauber
halten. Dazu werden Stoffe beigemischt, die sich mit den Verbrennungsrückständen
verbinden, die sich ansonsten an den Motorteilen ablagern würden.
Nur in einem sauberen Motor kann die Verbrennung optimal ablaufen und
der Motor kann höchste Performance bringen.
Verschleiss
sowie Korrosion vermeiden
Die
Lubrication-Additive wandeln einerseits Verbrennungsrückstände
in unschädliche, nicht die Gehäusematerialen angreifende Stoffe
um. Andererseits sind Additive enthalten, die zu einer besseren Anhaftung
des Ölfilms an den Flächen führen oder die sich selbst
an den angegriffenen Oberflächen anhaften und so vor weiterem Verschleiss
oder Korrosion schützen können.
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